Praxisorientierte Ausbildung angehender Immobilienkaufleute
Handwerk vermittelt praktisches Know-how
Die Innung für Sanitär, Heizung und Klima in Bonn sowie dem Rhein-Sieg-Kreis und das Ludwig-Erhard-Berufskolleg vereinbarten im Februar 2018 eine für beide Seiten neuartige Zusammenarbeit.
Grund für die Partnerschaft ist der zu Beginn des Schuljahres 2017/2018 am Ludwig-Erhard-Berufskolleg neu eingerichtete Bildungsgang „Immobilienkaufleute“. Zum Ausbildungsberufsbild der jungen Menschen gehört unter anderem die Beratung von Kunden in sämtlichen Fragen rund um Haus, Wohnung und Grundstück. Sie erwerben und verwalten Immobilien und Grundstücke, vermitteln, vermieten bzw. verpachten oder verkaufen sie. Außerdem begleiten sie Bauvorhaben und erstellen Finanzierungskonzepte.
Neben zahlreichen kaufmännischen und rechtlichen Fragestellungen ergeben sich in den Kundengesprächen aber auch zahlreiche Fragen zur Beschaffenheit des Gebäudes und zur Gebäudetechnik, insbesondere zur Heizung und Sanitäreinrichtung.
„Wegen dieser technischen Fragestellungen hat das LEB aktiv einen Kontakt zu den Vertretern der Innung gesucht“, erläutert Andrea Schmitz-Fehst, verantwortliche Bildungsgangleiterin am Berufskolleg. Die Vertreter der Innung waren direkt interessiert. „Durch Betriebsbesichtigungen im Handwerk, einführende Fachvorträge und Objektbesichtigungen erhalten die angehenden Immobilienkaufleute nun einen fundierten Einblick in den Bereich Sanitär-Heizung-Klima“, ergänzt die Vertreterin der Schule.
Die technischen Kenntnisse erweitern die Fach- und Beratungskompetenz der angehenden Immobilienkaufleute, die dadurch in Kundengesprächen sicher auftreten können. Die Immobilienmakler bzw. Immobiliengesellschaften erhalten Mitarbeiter, die frühzeitig komplexe Projekte übernehmen können.



Nach erfolgreicher Ausbildung und bestandener Abschlussprüfung lud die Ärztekammer Nordrhein, Bezirksstelle Bonn am 04. Juli 2018 „fertige“ Medizinische Fachangestellte vom Ludwig-Erhard-Berufskolleg Bonn und Berufskolleg Eifel Kall zur Lossprechungsfeier in den Universitätsclub Bonn ein.
Der Vorsitzende der Ärztekammer Nordrhein, Bezirksstelle Bonn, Herr Dr. Scheck, gratulierte den Prüflingen in seiner Rede zum erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung und bedankte sich insbesondere bei Frau Bergeest für die tatkräftige Unterstützung im Rahmen der Durchführung der Abschlussprüfung. Herr Dr. Scheck freute sich sehr, in diesem Jahrgang zwei Auszubildende ehren zu dürfen, die die Kammerprüfung mit der Gesamtnote 1 bestanden haben. Herzlichen Glückwunsch zu dieser hervorragenden Leistung!
Den Glückwünschen des Vorsitzenden der Bezirksstelle Bonn schloss sich der Schulleiter des Ludwig-Erhard-Berufskollegs Bonn, Herr OSTD Kampmann an, indem er neben den Leistungen der Auszubildenden in den vergangenen zwei bzw. drei Jahren auch die Anstrengungen der unterrichtenden Lehrkräfte, die es sicherlich nicht immer leicht hatten, würdigte.
Das weitere Programm wurde in diesem Jahr erstmalig von den Absolventinnen des Ludwig-Erhard-Berufskollegs Bonn gestaltet. Sara Schäfer aus der MFAO1 sowie Roxane Gharib und Sarah Uelpenich aus der MFAO4 gaben in ihren ansprechenden Reden einen Einblick in die vergangen drei Schuljahre und bedankten sich bei den Klassen- und Fachlehrer/innen für ihre Bemühungen.
Yedra-Maria Diaz Aguilera aus der MFAO3 begeisterte die Teilnehmer mit einem Flamenco Tanz.







Auslandsaufenthalte während der beruflichen Ausbildung bieten eine hervorragende Möglichkeit, internationale Berufserfahrungen zu erwerben, die immer häufiger Teil des beruflichen Anforderungsprofils sind. Im April 2018 konnte erstmalig eine Schülerin des Ludwig-Erhard-Berufskollegs aus Bonn ein zweiwöchiges Praktikum in den Tirol Kliniken in Innsbruck absolvieren.
Nachfolgend der Erfahrungsbericht der Praktikantin Pia Becker:
Ein weiterer Unterschied betrifft die Ausbildung zur MFA. In Österreich muss man für die Ausbildung bezahlen und sie dauert nicht so lange wie in Deutschland. Man kann sich verschiedene Module aussuchen und sich somit direkt in der Ausbildung „spezialisieren“. Grundsätzlich nehmen die MFA´s dort auch kein Blut ab, wenn sie nicht dafür einen bestimmten Kurs belegt haben.

Während meines Praktikums bei der PMPG war ich speziell im Bereich der Steuerberatung eingesetzt. Das Unternehmen bietet außer der Steuerberatung noch Rechts- und Unternehmensberatung an. Während der gesamten Zeit hatte ich eine nette Ansprechpartnerin, die sich, im Wechsel mit anderen Kolleginnen und Kollegen, sehr gut um mich gekümmert hat. Ich erhielt eine umfangreiche Einweisung ins Einkommenssteuerrecht, so z.B. alle Informationen über die Steuerklassen und alle Informationen über Eintragungen und Aufwendungen, die bei der Einkommenssteuererklärung erforderlich oder auch absetzbar sind. Auch erhielt ich detaillierte Ausführungen zu Werbungskosten, Reisekosten etc. Während meiner Zeit des Praktikums war ich hauptsächlich im Bereich der Finanzbuchhaltung eingesetzt. Hier konnte ich schon einige, selbständige Tätigkeiten ausführen. Das Praktikum war ein voller Erfolg! Der Beruf des Steuerfachangestellten und vielleicht später sogar des Steuerberaters wären eine echte Option für mich!
Am Mittwoch, den 18. April 2018, hat der Bildungsgang Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r des Ludwig-Erhard-Berufskollegs einen Projekttag zur Zahngesundheit veranstaltet. Ziel dieses Projektes war es, den Beruf der Zahnmedizinischen Fachangestellten in seinem gesamten Aufgabenspektrum positiv darzustellen und den Besuchern Hinweise und Ratschläge zum Thema „Gesund beginnt im Mund“ zu geben.

Bei der AOK konnten die Schülerinnen und Schüler an einem Gesundheitsquiz teilnehmen. Der Verband medizinischer Fachberufe (VmF) informierte über Fortbildungsmöglichkeiten für ZFAsund das Gesundheitsamt der Stadt Bonn präsentierte einen Kariestunnel, der Einblick in den Gesundheitszustand der Zähne geben konnte.
Viele andere Klassen unseres Berufskollegs und zwei Klassen des benachbarten Robert-Wetzlar-Berufskollegs konnten sich an diesem Tag über Zahngesundheit informieren und wurden von unseren Auszubildendenbegleitet und betreut. Die Besucher – es waren 18 Klassen – konnten sich bis zu drei Aktionen aussuchen, an denen sie teilnehmen wollten.

