Immobilienkauffrau/-mann

Ein Beruf mit Zukunft?! – Wäre das auch etwas für mich?

 Unter diesem Thema stand die Teilnahme des Ludwig-Erhard-Berufskollegs Ende Januar am jährlich stattfindenden Markt der Möglichkeiten der Erzbischöflichen Ursulinenschule in Hersel. Ziel dieser Ausbildungsmesse ist es, zukünftigen Schulabsolventen die Vielfalt an Ausbildungsberufen und Studiengängen darzustellen, Informationen zu liefern und beratend tätig zu werden.

Das Ludwig-Erhard-Berufskolleg, das seit dem Schuljahr 2017/2018 angehende Immobilienkaufleute im Teilzeitunterricht am LEB beschult, betreute an diesem Samstagmorgen einen Informationsstand zum Ausbildungsberuf „Immobilienkauffrau/-mann“.

KollegInnen des Bildungsganges sowie Auszubildende informierten interessierte SchülerInnen und Eltern und konnten in Gesprächen differenziert auf die unterschiedlichen Fragen eingehen. Unterstützend waren aus der Praxis Frau Sabine Lehnen, Geschäftsführerin der PeBo Verwaltung von Wohnungseigentum GmbH und ehemalige Schülerin der Erzbischöflichen Ursulinenschule, sowie Frau Martina Schinke, Landesbeauftragte des Bundesfachverbandes der Immobilienverwalter (BVI e.V.) Landesverband West, unserem Bildungspartner, anwesend.

Unsere Auszubildenden konnten aus erster Hand ihre Erfahrungen darstellen, Interessierten auf Augenhöhe Tipps u. a. zum Bewerbungsverfahren geben und traten so als wertvolle Ansprechpartner auf.

Besonders erfreulich war, dass wir Herrn Patrick Wissen, Geschäftsführer der Wissen Immobilien-Hausverwaltungs-GmbH, einer unserer engagierten Ausbildungsbetriebe, und zwei weitere Mitarbeiterinnen an unserem Infostand begrüßen durften.

 

In einem 45-minütigen Vortrag erhielten wir zusätzlich die Möglichkeit, Praxis, Ausbildung und Studium der Immobilienkaufleute vorzustellen. Frau Lehnen schilderte anschaulich an zahlreichen Beispielen aus der Praxis die abwechslungsreichen Tätigkeiten, die dieser Beruf in der Hausverwaltung bereit hält. Der Beruf Immobilienkauffrau/-mann ist keineswegs nur ein Bürojob, sondern erfordert auch kommunikative Fähigkeiten und Verständnis für technische Sachverhalte. Begutachtungen vor Ort werden erforderlich, wenn zum Beispiel Fenster erneuert, Fassaden neu gestrichen oder Heizungsanlagen modernisiert werden müssen. Eigentümerversammlungen bei Wohnungseigentum müssen vorbereitet, in vorher gebuchten Räumlichkeiten geleitet und deren Abläufe und Beschlüsse dokumentiert werden. Kommunikatives Geschick im zwischenmenschlichen Miteinander ist u. a. am Telefon gefragt, wenn Nachbarn sich über Verschmutzungen im Haus beschweren oder Reparaturen in der Wohnung organisiert werden müssen. Nicht selten wird dann der Hausverwalter zum Kummerkasten für berufliche oder private Probleme.

Frau Andrea Schmitz-Fehst, Bildungsgangleiterin der Immobilienkaufleute am LEB, informierte anschließend über die Dauer der dualen Ausbildung, Verdienstmöglichkeiten und Organisation des Berufsschulunterrichts am LEB mit den einzelnen Unterrichtsfächern und -inhalten sowie der Zwischen- und Abschlussprüfung. (Näheres hierzu s. auch die Darstellungen auf der Homepage). Die einzelnen Themen „Wohnraummietverträge, Bauprojekte, Wohnungseigentum, Finanzierung und Maklergeschäft …“ zeigen die Vielfalt des Berufs und die möglichen zukünftigen Arbeitsgebiete. Frau Schmitz-Fehst stellte insbesondere heraus, welche Anforderungen Ausbildungsbetriebe an ihre zukünftigen Auszubildenden stellen. Erwartet werden von den Betrieben zum Beispiel die Fachhochschulreife oder die Allgemeine Hochschulreife, grundlegende Deutsch-, Englisch-, Mathekenntnisse/-fähigkeiten, Kommunikationsfähigkeit, die Fähigkeit eigenverantwortlich zu arbeiten und Verantwortungsbewusstsein. Vor allem sollten die zukünftigen Auszubildenden sehr viel Spaß an der Arbeit mit Immobilien mitbringen.

Frau Schinke schloss den Vortrag mit einem sehr schülernahen und begeisternden Beitrag, in dem sie für den Beruf Immobilienkauffrau/-mann warb. Als Tipp gab sie den jungen Leuten mit auf den Weg, zu ergründen, was sie gerne tun und was sie weniger gern tun, um sich im großen Angebot an Ausbildungsberufen und Studiengängen orientieren zu können. Frau Schinke stellte sowohl die Möglichkeit des dualen Studiums vor als auch die Möglichkeit des Studiums an der FHAM in Berlin im Anschluss an die Berufsausbildung (Bachelor und Master), welches unter Umständen auch semivirtuell berufsbegleitend absolviert werden kann. (https://www.fham.de/studiengaenge/bachelor/immobilienwirtschaft/)

Fazit des Vortrags: Es ist ein Beruf mit Zukunft! Gewohnt wird immer!

Um auch die ein oder andere Information zu Hause noch einmal nachlesen zu können, erhielten interessierte SchülerInnen Infomappen mit Flyern zu Ausbildung und Studium, die dankenswerter Weise im Vorfeld durch das BVI zusammengestellt worden waren.

Es war rundum eine gelungene Veranstaltung und alle waren sich einig:

Wir sind im nächsten Jahr wieder dabei!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau

Sie haben einen Ausbildungsvertrag zum/zur Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau abgeschlossen. Damit Sie erfolgreich diesen begehrten Ausbildungsberuf absolvieren, wollen wir Sie als zuständige Berufsschule tatkräftig unterstützen.

Den Abschluss „Immobilienkaufmann“ bzw. „Immobilienkauffrau“ erwerben Sie am Ende Ihrer dualen Ausbildung durch das Bestehen einer Prüfung vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK). Den Berufsschulabschluss erhalten Sie parallel am Ludwig-Erhard-Berufskolleg in Bonn, sofern Sie die Anforderungen erfüllt haben.

Die folgenden Hinweise machen Sie mit den wichtigsten Bestimmungen des Bildungsganges vertraut.

» Ausbildungsprofil

» Berufsschule

» Prüfungswesen

» Informationen für Ausbilder und Auszubildende

» Bildungspartner

» Aus dem Schulleben der Immobilienkaufleute …

» Ansprechpartner

Ausbildungsprofil

Die Ausbildung ist zwar nicht an einen bestimmten Schulabschluss gebunden, doch legen fast alle Betriebe Wert auf einen guten Bildungsabschluss (z. B. Abitur, Höhere Handelsschule). Auch bevorzugen die Unternehmen volljährige Interessenten/Interessentinnen mit Führerschein. Viele Termine müssen nämlich außer Haus wahrgenommen werden (z. B. Wohnungsbesichtigungen). Daher sollten Sie auch Spaß am Umgang mit Kunden haben und selbstbewusst auftreten.

Im Rahmen Ihrer Ausbildung erwerben Sie verschiedene Kompetenzen und nehmen unterschiedliche Aufgaben wahr, die sich an den jeweiligen Schwerpunkten Ihres Ausbildungsbetriebes orientieren. Diese Schwerpunkte können wie folgt aussehen:

Immobilienkaufleute…

  • erwerben, veräußern und vermitteln Immobilien,
  • vermieten und bewirtschaften Immobilien,
  • begründen und verwalten Wohnungs- und Teileigentum,
  • betreuen Neubau, Modernisierung und Sanierung von Immobilien,
  • entwickeln immobilienbezogene Dienstleistungen,
  • entwickeln unternehmens- und kundenbezogene Finanzierungskonzepte,
  • analysieren den Immobilienmarkt und setzen Marketingkonzepte um,
  • organisieren und steuern das technische Gebäudemanagement und
  • beraten Kunden

Vor diesem Hintergrund sind Immobilienkaufleute in verschiedenen Geschäftsbereichen der Immobilienwirtschaft tätig, unter anderem

  • bei Immobilienmaklern,
  • in Immobilienabteilungen von Banken, Bausparkassen, Versicherungen, Industrie- und Handelsunternehmen,
  • in Wohnungsunternehmen,
  • bei Bauträgern und Projektentwicklern,
  • bei Grundstücks-, Vermögens- und Wohnungseigentumsverwaltungen.

Je nach Geschäftsbereich wählen Sie im Einvernehmen mit Ihrem Ausbildungsbetrieb zwei Schwerpunkte aus den nachfolgenden 5 Qualifikationseinheiten aus:

  • Gebäudemanagement
  • Maklergeschäft
  • Steuerung und Kontrolle im Unternehmen
  • Bauprojektmanagement
  • Wohnungseigentumsverwaltung

Nach bundesweiter Ausbildungsordnung beträgt die Dauer Ihrer Ausbildung grundsätzlich drei Jahre. Unter besonderen Umständen und im Einvernehmen mit Ihrem Ausbildungsbetrieb können auch verkürzte Ausbildungsverträge von 2 oder 2,5 Jahren abgeschlossen werden (z.B. für Umschüler oder Auszubildende mit besonderen schulischen oder praktischen Vorkenntnissen).

Es gibt für Auszubildende mit dreijährigem Vertrag die Option, ein halbes Jahr vorzeitig zur Prüfung zugelassen zu werden. Die IHK kann dies genehmigen, sofern Ausbildungsbetrieb und Berufsschule zustimmen. Die Zulassung hängt im Wesentlichen von den erbrachten Leistungen ab.

Berufsschule

Den schulischen Teil Ihrer Ausbildung absolvieren Sie am Ludwig-Erhard-Berufskolleg Bonn an zwei Tagen pro Woche. An den Ferientagen erfolgt die praktische Ausbildung im Ausbildungsbetrieb.

Der berufsübergreifende Lernbereich umfasst insgesamt vier Fächer:

  • Deutsch/Kommunikation,
  • Politik/Gesellschaftslehre,
  • Sport/Gesundheitslehre sowie
  • Religion.

Der berufsbezogene Lernbereich umfasst die Fächer:

  • Immobilienwirtschaft,
  • kaufmännische Steuerung und Kontrolle,
  • Wirtschafts- und Berufsprozesse sowie
  • fremdsprachliche Kommunikation (Englisch)

All diese Fächer decken insgesamt 13 Lernfelder ab, die nach aktuellem Lehrplan des Landes NRW wie folgt lauten:

1. Die Berufsausbildung selbstständig mitgestalten
2. Die Immobilienunternehmen repräsentieren
3. Werteströme und Werte erfassen und dokumentieren
4. Wohnräume vermieten
5. Wohnräume verwalten und Bestände pflegen
6. Gewerbliche Objekte bewirtschaften
7. Grundstücke erwerben und entwickeln
8. Bauprojekte entwickeln und begleiten
9. Wohnungseigentum begründen und verwalten
10. Immobilien vermitteln und mit Immobilien handeln
11. Immobilien finanzieren
12. Gesamtwirtschaftliche Einflüsse bei immobilienwirtschaftlichen Entscheidungen berücksichtigen
13. Jahresabschlussarbeiten vornehmen und Informationen zur Unternehmenssteuerung bereitstellen

Grundsätzlich ist der Unterricht am Ludwig-Erhard-Berufskolleg Bonn kostenfrei. Lediglich für Lehrmaterialien ist ein Betrag zu entrichten.

Prüfungswesen

Unabhängig von der Berufsschule ist während der Ausbildung eine Zwischenprüfung und am Ende der Ausbildung eine Abschlussprüfung zu absolvieren. Zuständige Stelle hierfür ist die Industrie- und Handelskammer.

Die Zwischenprüfung erfolgt nach ca. 1 bis 1,5 Jahren und wird bundesweit für alle angehenden Immobilienkaufleute an einem von den IHKs festgelegten Termin zeitgleich durchgeführt. Sie besteht aus einer 120-minütigen schriftlichen Prüfung in Multiple-Choice-Form.

Die Abschlussprüfung als „Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau“ erfolgt nach ca. 2 bis 3 Jahren – je nach Ausbildungsdauer – und wird ebenfalls von den Industrie- und Handelskammern bundesweit zeitgleich durchgeführt.

Die Abschlussprüfung besteht einerseits aus einer schriftlichen Theorieprüfung in den 3 Fächern:

  • Immobilienwirtschaft  (180 Minuten, ca. 8 ungebundene Aufgaben)
  • Kaufmännische Steuerung und Kontrolle  (90 Minuten, gebundene „Multiple-Choice“-Aufgaben)
  • Wirtschafts- und Sozialkunde  (60 Minuten, gebundene „Multiple-Choice“-Aufgaben)

Andererseits werden Sie auch eine praktische/mündliche Prüfung in Form eines Gesprächs absolvieren. Bereits im Ausbildungsvertrag legen Sie im Einvernehmen mit dem Ausbildungsunternehmen fest, in welchen beiden Wahlqualifikationseinheiten Ihr Ausbildungsschwerpunkt liegt. Nur in diesen beiden Wahlqualifikationen werden Sie mündlich/praktisch von der Kammer geprüft.

Auf alle Prüfungen bereiten wir Sie am Ludwig-Erhard-Berufskolleg gezielt vor!

Rechtzeitig vor Ihrer schriftlichen Abschlussprüfung bieten wir Ihnen über den Zeitraum einer Woche eine kostenfreie Prüfungsvorbereitung an.

Auch auf die mündliche/praktische IHK-Prüfung bereiten wir Sie gesondert vor. Dieses Training richten wir an den beiden in Ihrem Ausbildungsvertrag festgelegten Wahlqualifikationseinheiten aus.

Informationen für Ausbilder und Auszubildende

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt durch den Ausbilder nach Abschluss des Ausbildungsvertrages direkt beim LEB!

Benutzen Sie hierzu bitte das auf dieser Homepage vorbereitete Formular.

Einschulung

Die Einschulung findet grundsätzlich zum Schuljahresbeginn im Anschluss an die Sommerferien NRW statt.

Bücherliste

Die Bücherliste wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben.

Ausbildersprechtag

Einmal jährlich, üblicherweise im Februar, findet ein Ausbildersprechtag statt.

Darüber hinaus können Sie die Lehrer gern jederzeit zu Gesprächen kontaktieren.

Bildungspartner

Der BVI Bundesfachverband der Immobilienverwalter e. V. vertritt seit 1983 profesBVI - Bundesfachverband Immobilienwirtschaft e.V.sionelle Unternehmen aus dem Bereich der Immobilienverwaltung und gehört zu den Bildungspartnern unserer Schule. Das Know-how des Verbandes hilft den rund 800 Mitgliedsunternehmen, die bestmöglichen Angebote für die Eigentümer zu erstellen und deren Immobilienvermögen zu erhalten und zu vermehren.

AUS DEM sCHULLEBEN …

»   Britische Delegation am Ludwig-Erhard-Berufskolleg

»   Was erwartet Auszubildende in einer Zwischenprüfung?

»   Andere Länder, andere Sitten

»   Betriebsbesichtigung bei Josef Küpper Söhne GmbH

»   „Welche Heizung ist die beste?“

»   Praxisorientierte Ausbildung angehender Immobilienkaufleute

»   Erfolgreicher Start der Immobilienkaufleute

ANSPRECHPARTNER

Frau Andrea Schmitz-Fehst, OStRin (Bildungsgangleiterin)

Herr Friedrich Kampmann, OStD (Schulleiter)

Herr Toni Botz, StD (stellv. Schulleiter)

Britische Delegation am Ludwig-Erhard-Berufskolleg

Schüler und Lehrer des LEB erläutern das berufliche Schulwesen

Am 26. Februar 2019 besuchte eine hochrangige Delegation aus Großbritannien (GB) das LEB, um sich über das berufliche Schulwesen in Deutschland zu informieren.

[caption id="attachment_1235" align="alignright" width="4128"]Britische Delegation 1 LEB-Schüler erläutern ihre Bildungsgänge[/caption]

Diese bestand aus britischen Schulleitern, Mitarbeitern des britischen Bildungsministeriums, der britischen Botschaft in Berlin und der Gatsby Stiftung, die sich die Förderung der beruflichen Bildung in Großbritannien zum Ziel gesetzt hat.

Schulleiter Friedrich Kampmann sowie die Englischlehrerinnen Inge Will und Dr. Christel Maas-Gierse begrüßten die Gäste gemeinsam mit fünf Schülern bzw. Schülerinnen aus verschiedenen Bildungsgängen:

Jan Gorzelitz (angehender Immobilienkaufmann, Laura Wittig (Wirtschaftsgymnasium), Leon Pohl (Höhere Handelsschule), Avnee Khana (Höhere Handelsschule) und Martin Hümmrich (angehender Bankkaufmann).

Die Lehrer/innen berichteten über die Struktur und Größe des LEB und erklärten die verschiedenen Bildungsangebote des LEB mit den Eingangsvoraussetzungen, den Laufzeiten und dem zu erreichenden Abschluss.

Die Schüler/innen erläuterten – in englischer Sprache – speziell den von ihnen besuchten Bildungsgang. Sie beschrieben ihre Motivation für diesen Bildungsgang und ihre weiteren beruflichen Ziele.

Britische Delegation 2
Britische Delegation

Das System der dualen Berufsausbildung mit staatlichen Vorgaben für die praktische und schulische Ausbildung gibt es in GB nicht. Die Delegation interessierte sich vor allem für die vollzeitschulischen Bildungsangebote und die dort zu leistenden Praktika sowie Maßnahmen zu Sicherstellung gleicher Qualitätsstandards.

Die Mitglieder der Delegation zeigten sich dankbar für die umfassenden Informationen über ein kaufmännisches Berufskolleg. Aber auch für die Lehrer/innen und Schüler/innen des LEB war es ein sehr interessanter Gedankenaustausch.

Nach ca. 2 Stunden machte sich die Delegation auf den Weg zum benachbarten Robert-Wetzlar-Berufskolleg. Am Nachmittag wurde die „Bildungsreise“ durch einen Besuch beim BiBB (Bundesinstitut für Berufsbildung) und beim BMBF (Bundesministerium für Bildung u. Forschung) abgerundet.

FK

Was erwartet Auszubildende in einer Zwischenprüfung?

Eine angehende Immobilienkauffrau berichtet über ihre Erfahrungen auf einem zweitägigen Vorbereitungsseminar
Für die IMKM 1 steht im Frühjahr 2019 die erste Zwischenprüfung des Ausbildungsberufs Immobilienkaufmann/-frau an.

Um uns Schüler gut darauf vorzubereiten, haben die Lehrer ein zweitägiges Zwischen-prüfungsseminar vorbereitet, um verschiedene Zwischenprüfungen aus den Vorjahren zu bearbeiten.

Wir haben am ersten Tag eine Zwischenprüfung ausgehändigt bekommen, die wir in Partnerarbeit oder eigenständig bearbeiten sollten. Wir hatten dann eine Doppelstunde Zeit und nach Ablauf der zwei Stunden wurde die Zwischenprüfung gemeinsam in der Klasse besprochen. Wenn Fragen aufkamen, wurden diese direkt geklärt. Die Besprechung ging ziemlich schnell von der Hand, da wir uns untereinander mit dem verschiedenen Vorwissen helfen konnten und dementsprechend unterschiedliche Antworten bei den Aufgaben hatten. Außerdem wurde eine Prüfung besprochen, die wir schon selbstständig zuhause bearbeiten sollten. Für die Besprechungen kamen die jeweiligen Fachlehrer in die Klasse, um die Lösungen zu erläutern und mögliche Fragen direkt zu klären.

Der zweite Seminar-Tag wurde mit einer Prüfungssimulation begonnen. Die Klasse wurde mit den Voraussetzungen in einen Prüfungsraum gesetzt, wie sie bei einer richtigen Zwischenprüfung gelten würden. Die Zwischenprüfung und der dazugehörende Prüfungs-bogen, auf dem man seine Lösungen eintragen musste, wurden ausgehändigt. Von da an hatten wir, wie in der Prüfung, 120 Minuten Zeit, die Aufgaben zu bearbeiten. Nach der Bearbeitungszeit wurde der ausgefüllte Prüfungsbogen eingesammelt und die eigentliche Prüfung sollten wir behalten, um bei der Besprechung die eigenen Lösungen zur Hand zu haben. Für die Besprechung kamen wieder die Fachlehrer in die Klasse. Am Ende des jeweili-gen Tages bekamen wir einen Feedback-Bogen, damit wir die zwei Prüfungsseminartage bewerten konnten.

Als Schülerin der IMKM 1 fand ich das Zwischenprüfungs-Seminar sehr hilfreich, da ich einen strukturierten Einblick in verschiedene Zwischenprüfungen aus den letzten Jahren bekam und sie eigenständig bearbeiten konnte. Durch die Bearbeitung der Zwischenprüfungen und den korrigierten und benoteten Prüfungsbogen konnte man gut sehen, wo noch Schwachstellen vorhanden sind, die man bis zur tatsächlichen Zwischenprüfung aufarbeiten muss. Es erscheint mir sehr sinnvoll, wenn das Prüfungsseminar vor jeder Zwischen- und Abschlussprüfung durchgeführt wird.

Christina Scheibel, IMKM 1

Andere Länder, andere Sitten

Eine Auszubildende zur Immobilienkauffrau lernt den spanischen Immobilienmarkt als Praktikantin kennen
Mein Name ist Magdalena Kowalewski und ich bin im 2. Ausbildungsjahr bei der Firma IMMO-Connect tätig. IMMO-Connect ist ein Immobilienunternehmen mit fünf Standorten im Rhein-Sieg-Kreis. Zurzeit unterstütze ich das Team der Hausverwaltung im Bereich der Neuvermietung von Wohnimmobilien und arbeite an verschiedenen Projekten im Back-Office.

Im Oktober hatte ich die Möglichkeit, für drei Wochen an dem Erasmus+-Programm teilzunehmen, das von der EU gefördert wird. Ich verbrachte drei spannende Wochen in Dénia, Spanien, wo ich ein Praktikum bei der Immobilienfirma Immo-Flair absolvierte und den spanischen Immobilienmarkt kennenlernte.

Ein großer Unterschied war für mich, dass hier im Verkaufsbereich ausschließlich der Auftraggeber die Maklergebühren trägt, was zurzeit in Deutschland heiß diskutiert wird. Im Gegensatz zum deutschen Immobilienmarkt ist es in Spanien üblich, dass mehrere Makler die gleiche Immobilie vermarkten. Bei einem Vorvertrag – der Reservierung einer Immobilie – ist eine Anzahlung von 10 % des Kaufpreises zu leisten. Diese Summe wird auf ein Notaranderkonto gezahlt. Sollte der Verkäufer abspringen, muss er dem Käufer die 10 % und dazu weitere 10 % zahlen. Springt jedoch der Käufer ab, darf der Verkäufer die angezahlten 10 % behalten. Bei dem Notartermin wird dann der Kaufvertrag besprochen und unterschrieben. Zu diesem Zeitpunkt ist die Zahlung der Restsumme fällig. Üblicherweise erhält der Verkäufer einen Scheck.

Während des Praktikums habe ich gelernt, dass in Spanien die Lage der Immobilie entscheidend für den Verkaufspreis ist. Sehr begehrt sind Objekte mit Meerblick. Diese Immobilien kosten wesentlich mehr als Objekte, die zwar in der Nähe des Meeres liegen aber keinen Meerblick haben.

Für mich war es sehr interessant, Einblick in die Tätigkeiten einer weiteren Maklerfirma zu erhalten. Diese Firma ist auf Luxusimmobilien spezialisiert. Ich erfuhr Interessantes über die Planung und den Bau der Niederlassung der Firma an ihrem neuen Standort in Javea.

Auch durfte ich ein Projekt zum betreuten Wohnen kennen lernen. In der Anlage leben viele deutsche Senioren. Immo-Flair arbeitet mit dem Unternehmen zusammen und wickelt zum Beispiel den Hausverkauf der Senioren ab, die in die Anlage einziehen.

Mir hat die Arbeit in Spanien äußerst gut gefallen und ich bin sehr dankbar, dafür, dass ich diese großartige Erfahrung machen durfte. Ich habe viele neue Eindrücke gewonnen, die sowohl für mein Privatleben als auch für mein berufliches Leben eine Bereicherung darstellen.

Betriebsbesichtigung bei Josef Küpper Söhne GmbH

Auszubildende zum/zur Immobilienkaufmann/-frau im 2. Ausbildungsjahr wurden herzlich am Hauptsitz von Josef Küpper Söhne GmbH in Bad Godesberg empfangen, wo der eine Teil der Klasse zunächst umfassende Informationen zur Trinkwasserqualität und –hygiene im Rahmen eines Vortrags von Herrn Josef Küpper persönlich erhielt.

Ursachen und Probleme nicht ausreichender Trinkwasserqualität, wie z. B. Legionellen und Pseudomonaden, die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein können und die hierfür zugrundeliegende Kenntnis gesetzlichen Vorschriften standen im Mittelpunkt des Vortrages.

Diese Informationen sind wichtig für Immobilienkaufleute, die in der Hausverwaltung tätig sind, da Hausverwalter als Betreiber von Trinkwasseranlagen gelten und im Zweifelsfall für Schäden haftbar gemacht werden können. Entsprechendes Informationsmaterial zum Nachlesen wurde jedem Auszubildenden ausgehändigt

Die andere Gruppe der angehenden Immobilienkaufleute wurde gleichzeitig durch eine Objektbesichtigung über Modernisierungsmöglichkeiten und –grenzen kompetent informiert. Im Vorfeld wurden während des Berufsschulunterrichts bereits theoretische Kenntnisse zu diesem Themenbereich vermittelt. Im zweiten Teil der Betriebsbesichtigung nahmen die SchülerInnen jeweils an der anderen Veranstaltung teil.

Abschließend konnten sich alle Auszubildenden in der Bäderausstellung einen Eindruck von neuen Trends verschaffen. Hierdurch wurde bereits der Bogen zum Lernfeld „Bauprojekte“ geschlagen, mit dem sich die Auszubildenden im zweiten Halbjahr der Mittelstufe im Unterrichtsfach Immobilienwirtschaft auseinandersetzen werden.

Wir danken Herrn Josef Küpper dafür, dass er sich die Zeit an diesem Vormittag genommen hat, um sein umfangreiches Praxiswissen an die Auszubildenden weiterzugeben und einen Beitrag zur Verzahnung von Berufsschule und Praxis geleistet hat.

Zum Bildungsgang Immobilienkaufleute…

„Welche Heizung ist die beste?“

Angehende Immobilienkaufleute erhalten Informationen aus erster Hand
Im Rahmen des im vergangenen Jahr neu eingeführten Ausbildungsganges „Immobilienkaufmann/ Immobilienkauffrau“ am Ludwig-Erhard-Berufskolleg in Bonn, fand am 15. Mai 2018 eine Informationsveranstaltung der Firma Schöllgen Haustechnik GmbH, vertreten durch Herrn Bernd Schöllgen (Dip.-Ing., Geschäftsführer der Schöllgen Haustechnik GmbH) und Herrn Daniel Schöllgen (Dip.-Ing., Fachbereich „Heizungscontracting“) für die Schüler und Schülerinnen der Klasse IMKU1 statt.

Während Bernd Schöllgen uns einen interessanten Überblick über verschiedenen Energiearten und Heizungsanlagen bot, stellte Daniel Schöllgen uns das Konzept Contracting vor.Beim Contracting überträgt der Gebäudeeigentümer Aufgaben rund um die Effizienzsteigerung seines Gebäudes auf einen Dienstleister. Dieser sogenannte Contractor entwickelt ein Konzept zur Verbesserung der Energieeffizienz des Gebäudes und dessen Anlagentechnik, er plant und realisiert Effizienzmaßnahmen, tätigt in der Regel alle notwendigen Investitionen und kümmert sich um Wartung und Instandhaltung der Anlagentechnik

„Was haben wir mit den Aufgaben eines Heizungsinstallateurs zu tun?“, war wohl eine der ersten Fragen, die sich die meisten von uns zu Beginn stellte. Bereits zu Beginn der Veranstaltung wurde der fachspezifische Bezug zu unseren Aufgaben als Immobilienkaufmann und -kauffrau jedoch erkennbar.

Bernd Schöllgen stellte uns die verschiedenen Energiearten und Heizungsanlagen vor. Durch die neu erworbenen Kenntnisse bezüglich der Unterscheidung verschiedener Beheizungsarten, welche von klassischer Gaszentralheizung bis hin zur Hybridwärmepumpe reichen, sowie aber auch der Vor- und Nachteile der Heizungsanlagen und deren erforderlichen Voraussetzungen zur Installation, wurde uns die Möglichkeit geboten, von diesem Fachwissen auch in Zukunft, während unseres eigenen Arbeitsalltages, Gebrauch zu machen.

Besonders beim Verkauf von Immobilien kann sich dies als hilfreich erweisen. Zum einen, um zu wissen, wie man während Objektbesichtigungen agieren kann, wenn Kundenfragen in Bezug auf Heizungsanlagen auftreten, zum anderen, um die Kostenhöhe der Installation oder des Austausches von Beheizungssystemen abwägen zu können.

Für die Kundenberatung lernten wir, dass man auf die Frage „Welche Heizung ist die Beste?“ nicht pauschal antworten kann. Die Gas- und Ölpreisentwicklung kann bespielsweise nicht beeinflusst werden und so gilt es, viele weitere Aspekte zur Findung der „richtigen“ Heizung zu berücksichtigen. Vielmehr geht es also um die Fragestellung „Welche Heizungsanlage passt zu mir und zu meiner Immobilie?“.

Wir danken den Herren Schöllgen für ihren interessanten Vortrag und würden uns freuen, beide im nächsten Jahr erneut in der Aula des Ludwig-Erhard-Berufskollegs begrüßen zu dürfen.

Nina Adolph, Schülerin des Ludwig-Erhard-Berufskollegs

Zum Bildungsgang Immobilienkaufmann/-frau

Praxisorientierte Ausbildung angehender Immobilienkaufleute

Handwerk vermittelt praktisches Know-how

Die Innung für Sanitär, Heizung und Klima in Bonn sowie dem Rhein-Sieg-Kreis und das Ludwig-Erhard-Berufskolleg vereinbarten im Februar 2018 eine für beide Seiten neuartige Zusammenarbeit.

Grund für die Partnerschaft ist der zu Beginn des Schuljahres 2017/2018 am Ludwig-Erhard-Berufskolleg neu eingerichtete Bildungsgang „Immobilienkaufleute“. Zum Ausbildungsberufsbild der jungen Menschen gehört unter anderem die Beratung von Kunden in sämtlichen Fragen rund um Haus, Wohnung und Grundstück. Sie erwerben und verwalten Immobilien und Grundstücke, vermitteln, vermieten bzw. verpachten oder verkaufen sie. Außerdem begleiten sie Bauvorhaben und erstellen Finanzierungskonzepte.

Neben zahlreichen kaufmännischen und rechtlichen Fragestellungen ergeben sich in den Kundengesprächen aber auch zahlreiche Fragen zur Beschaffenheit des Gebäudes und zur Gebäudetechnik, insbesondere zur Heizung und Sanitäreinrichtung.

„Wegen dieser technischen Fragestellungen hat das LEB aktiv einen Kontakt zu den Vertretern der Innung gesucht“, erläutert Andrea Schmitz-Fehst, verantwortliche Bildungsgangleiterin am Berufskolleg. Die Vertreter der Innung waren direkt interessiert. „Durch Betriebsbesichtigungen im Handwerk, einführende Fachvorträge und Objektbesichtigungen erhalten die angehenden Immobilienkaufleute nun einen fundierten Einblick in den Bereich Sanitär-Heizung-Klima“, ergänzt die Vertreterin der Schule.

Die technischen Kenntnisse erweitern die Fach- und Beratungskompetenz der angehenden Immobilienkaufleute, die dadurch in Kundengesprächen sicher auftreten können. Die Immobilienmakler bzw. Immobiliengesellschaften erhalten Mitarbeiter, die frühzeitig komplexe Projekte übernehmen können.

Erfolgreicher Start der Immobilienkaufleute

Mit „Vollgas“ starten 22 angehende Immobilienkaufleute ihre Ausbildung erstmals am LEB. 21 Immobilienbetriebe aus Bonn und der näheren Umgebung haben ihre Auszubildenden am Ludwig-Erhard-Berufskolleg angemeldet. Sie nutzen damit den Standortvorteil, den das LEB ihnen mit Beginn des Schuljahres 2017/18 bietet.

Viel Einsatz werden die neuen LEB-Berufsschüler brauchen, denn die berufliche Tätigkeit der Immobilienkaufleute ist sehr vielseitig und abwechslungsreich. Und die Ziele sind hoch gesteckt: So denkt manch einer der neuen Azubis schon an die Selbständigkeit nach der Ausbildung.

Immobilienkaufleute bei der Arbeit

Doch bis dahin ist noch einiges zu tun. Das Lehrerteam freut sich auf eine gute Zusammenarbeit mit den angehenden Immobilienkaufleuten und wünscht ihnen viel Erfolg.
Weitere Informationen für Auszubildende und Ausbilder finden Sie ebenfalls auf dieser Homepage (Bildungskonzept). Bei offenen Fragen wenden Sie sich gern an die Bildungsgangleiterin, Frau Andrea Schmitz-Fehst (a.schmitz-fehst@leb-bonn.de).