Erfahrungsbericht – Auslandspraktikum auf Teneriffa im Oktober 2025 in der Zahnarztpraxis von Dr. Dr. Kestel

Im Oktober 2025 hatte ich die Möglichkeit, ein dreiwöchiges Auslandspraktikum auf
Teneriffa zu absolvieren – in der renommierten Zahnarztpraxis von Dr. Dr. Kestel. Es war
nicht nur eine fachlich äußerst bereichernde Zeit, sondern auch eine wertvolle persönliche
Erfahrung, die mich sowohl beruflich als auch menschlich weitergebracht hat.

Erasmus Dr KestelErster Eindruck und Ankommen
Schon am ersten Praktikums Tag wurde ich sehr herzlich in der Praxis aufgenommen. Die
moderne Ausstattung, das internationale Team und die entspannte, aber professionelle
Atmosphäre haben mir direkt ein gutes Gefühl gegeben. Dr. Dr. Kestel nahm sich Zeit, mir die Praxisabläufe zu erklären und mir die verschiedenen Behandlungszimmer, Geräte und Materialien zu zeigen. Obwohl ich zunächst etwas nervös war, hat sich diese Unsicherheit schnell gelegt.

Aufgabenbereich und Einblicke in einem Praxisalltag
Während des Praktikums durfte ich in nahezu alle Bereiche der Zahnmedizin hineinschnuppern. Dazu gehörten:
• Assistenz bei konservierenden und prothetischen Behandlungen
• Vorbereitung und Desinfektion vom Behandlungszimmer
• Einblicke in Implantologie, und ästhetische Zahnmedizin
Besonders spannend fand ich, wie international die Patientenstruktur war. Viele Urlauber, aber auch Einheimische und Langzeitresidenten kamen täglich in die Praxis. Dadurch konnte ich nicht nur fachlich viel lernen, sondern auch meine Sprachkenntnisse in Englisch und Spanisch verbessern.
Arbeiten mit Dr. Dr. Kestel
Dr. Dr. Kestel ist ein sehr geduldiger, kompetenter und humorvoller Zahnarzt, der es schafft, auch komplexe Zusammenhänge verständlich zu erklären. Er bezog mich aktiv in den Praxisalltag ein und hat mich immer wieder motiviert, Fragen zu stellen und mich weiterzuentwickeln. Besonders beeindruckt hat mich seine Präzision bei chirurgischen Eingriffen sowie sein respektvoller Umgang mit den Patienten.

Leben auf Teneriffa
Neben der Arbeit blieb zum Glück genug Zeit, die Insel zu erkunden. Die warmen  Temperaturen im Oktober, die schwarzen Sandstrände und die beeindruckende Natur – vor allem rund um den Teide – haben meinen Aufenthalt unvergesslich gemacht.
Besonders nach einem intensiven Praxistag war es schön, den Sonnenuntergang am Meer zu genießen oder durch kleine Küstenstädte zu schlendern.

Was ich aus dem Praktikum mitnehme
Das Auslandspraktikum hat mir nicht nur fachlich sehr viel gebracht, sondern meine beruflichen Pläne bestätigt. Ich habe:
• mehr Sicherheit in der Behandlungsassistenz gewonnen
• neue Behandlungsmethoden kennengelernt
• meine Sprachkenntnisse verbessert
• meine Selbstständigkeit gestärkt
• Einblick in ein internationales Arbeitsumfeld erhalten
Ich bin sehr dankbar für die Erfahrungen, die herzliche Aufnahme im Team und die die
Möglichkeit, eine Zeit lang auf Teneriffa zu leben und zu lernen.

Erasmus-Praktikum in einer MKG- Praxis auf Teneriffa

Über eine Bekannte habe ich von der Möglichkeit eines Erasmus- Praktikums erfahren und nach ihren begeisterten Schilderungen wusste ich sofort, dass ich das auch sehr gerne ausprobieren würde.

Nach meinem Abitur hatte ich durch ein Working Holiday Visa schon einmal das Leben im Ausland (Neuseeland) kennenlernen dürfen.

Der Aufenthalt dort ohne Famile und Freunde hat mir gezeigt, dass es zwar etwas Mut und Überwindung erfordert, sich auf eine fremde Umgebung und unbekannte Menschen einzulassen, es aber den eigenen Horizont sehr erweitert.

Besonders das Kennenlernen von verschiedenen Menschen aus aller Welt mit ihren Erfahrungen und Perspektiven habe ich sehr zu schätzen gelernt.

Daher machte ich den ersten Schritt, mich bei meiner Berufsschule zu erkundigen, ob auch für mich das Erasmus- Projekt dieses Schuljahr realisiert werden könnte.

Eine positive Antwort kam recht schnell und auch mein Chef gab mir sein Einverständnis.

Nun hieß es, mich auf die Suche nach einer geeigneten Praxis zu machen und schon bald stieß ich auf eine deutsche MKG-Praxis auf Teneriffa, deren Team auf mich einen sehr sympathischen Eindruck machte. Also schrieb ich in den folgenden Tagen eine Initiativbewerbung und drückte die Daumen, dass es funktionieren würde. Und tatsächlich: ich bekam die Zusage.

Bevor es losgehen konnte, gab es noch einige organisatorische Dinge zu klären – die Unterkunft und die Flüge mussten gebucht und die Erasmus-Unterlagen ausgefüllt werden.

Ich erfuhr von einer Mitschülerin, dass sie mich begleiten würde.

Wir suchten eine gemeinsame Unterkunft, die wir uns für die Zeit teilen wollten.

Die ersten Tage auf Teneriffa nutzten wir, um das gesamte Team und die Praxisabläufe kennenzulernen.

Schon bald konnten wir auch selbstständig Arbeiten erledigen und somit das Team unterstützen.

Unter anderem haben wir bei einigen Operationen assistiert, Alginat angemischt und Trays vorbereitet.

Anfangs war ich sehr nervös, da ich nie Spanisch in der Schule gelernt hatte und mir nur einen kleinen Wortschatz angeeignet hatte. Aber unser Team war so nett und hilfsbereit, dass wir uns bei Verständigungsproblemen auf Englisch, Deutsch oder notfalls mit Händen und Füßen verständigen konnten.

Vor allem den Patientenkontakt habe ich in Spanien von einer ganz anderen Seite kennengelernt. Hier auf Teneriffa

-vielleicht auch, weil wir auf einer Insel waren- war vieles deutlich persönlicher.

Die Patienten wurden mit Vornamen aufgerufen und zur Begrüßung gab es meist eine Umarmung – ein großer kultureller Unterschied zu Deutschland.

Die Nachmittage und Wochenenden nutzten wir, um die Insel besser kennenzulernen. So ging es nach Santa Cruz, La Orotava, Adeje und viele andere schöne Orte auf der Insel. Das Wetter und die Temperaturen zeigten sich die meiste Zeit von ihrer besten Seite, sodass ich sogar einen Surfkurs machen konnte.

Ich lernte dort durch Zufall eine große Freundesgruppe, gemischt aus allen EU-Ländern, kennen. So verbrachten wir Abende gemeinsam am Strand, picknickten oder gingen zum Yoga.

Ich habe auf Teneriffa noch einmal gemerkt wie wichtig Weltsprachen sind, um sich miteinander verständigen zu können und plane, mich im kommenden Jahr für einen Spanisch-Kurs anzumelden.

Zudem habe ich gemerkt, wie glücklich wir uns schätzen können durch die EU ein so einfaches Reisen innerhalb Europas ermöglicht zu bekommen. Wir konnten ohne großen Aufwand die Grenzkontrollen  passieren oder ohne Währungstausch nach Teneriffa einreisen.

So ging eine wirklich schöne Zeit sehr schnell zu Ende. Ich kann jedem nur empfehlen, die Chance eines Erasmus- Austausches für sich zu nutzen und hoffentlich eine ähnlich schöne Erfahrung zu machen:)

 

Marie Tenschert