Wir sind Europa: Teilnahme an der Europawoche unserer niederländischen Partnerschule Het Baarnsch Lyceum

Vom 09. Mai bis zum 14. Mai nehmen wir mit neun Schüler*innen aus der Höheren Handelsschule und dem Wirtschaftsgymnasium an der Europawoche unserer niederländischen Partnerschule Het Baarnsch Lyceum teil. Wir werden von den Gastfamilien sehr herzlich empfangen und erleben gemeinsam mit niederländischen, französischen, spanischen und ukrainischen Schüler*innen eine spannende Woche mit Debattiertraining und Ausflügen nach Amsterdam, Den Haag und Scheveningen.

Die Europawoche beginnt mit viel Emotionen. Nach einer lustigen Kennenlernrunde und dem gemeinsamen Hissen der Europaflagge verbringen wir aufregende Stunden in Amsterdam. Wir entdecken die Niederlande in einem spektakulären 5D-Flugerlebnis in der Show „This is Holland“, schlendern durch die Innenstadt und feiern Europa auf dem Pfannkuchen-Boot.

Professionelle Debattiertrainer geben der internationalen Gruppe von Schüler*innen Einblicke in die Grundlagen der Rhetorik und vermitteln, wie man in Debatten überzeugend den eigenen Standpunkt vertreten kann. In Kleingruppen erarbeiten die Schüler*innen Argumente zu kontroversen europapolitischen Themen und üben, Argumente aufzubauen und schlagfertig auf Argumente des Gegners einzugehen.

In Den Haag besuchen wir die Europäische Kommission. In Rollenspielen können die Schüler*innen nun das Wissen anwenden und lernen, wie in Europa Gesetze gemacht werden. Nach dem Besuch der Europäischen Kommission entdecken die Schüler*innen Den Haag. Besonders beeindruckt die Gruppe das größte Gemälde der Niederlande – das Panorama Mesdag. Hautnah erleben wir Scheveningen im Jahr 1881. Wie schön Scheveningen heute noch ist, erfahren wir im Anschluss an den Besuch des Panoramas. Bei strahlendem Sonnenschein verbringen wir den späten Nachmittag und frühen Abend am Strand.

Der Höhepunkt der Woche ist am Freitagabend der Debattierwettbewerb. Auf großer Bühne vor großem Publikum debattieren die Schüler*innen auf Englisch über Europapolitik und europäische Gesetzgebung. Die tolle internationale Abschiedsparty macht den Abend perfekt.

Beim Abschied am Samstag wird klar: Wir haben neue gute Freunde gefunden.

Christel Maas-Gierse & Sabine Porschen

Unsere neue Schulpartnerschaft

Het Baarnsch Lyceum             LEB Bonn

8 Schulen aus verschiedenen europäischen Ländern (zuvor Bulgarien, Slowakei, Irland, Frankreich, Spanien, Niederlande, Deutschland, Großbritannien) entsenden ihre Schüler*innen nach Baarn (Niederlande). Dort wird über aktuelle europäische Themen in englischer Sprache debattiert. Untergebracht sind die Schüler*innen während dieser Zeit in Gastfamilien und natürlich finden auch Ausflüge nach Amsterdam und Den Haag statt. In diesem Schuljahr wird dieser Austausch vom 9. Mai bis zum 14. Mai 2022 stattfinden!

Der einwöchige Gegenbesuch in Bonn und somit auch am LEB ist vom 27. März bis zum 2. April 2022 geplant und findet coronabedingt ausnahmsweise vor der Niederlandewoche statt. Unsere niederländischen Gäste sind ebenfalls in Familien untergebracht, tauchen in die deutsche Sprache ein, lernen unsere duale Berufsausbildung kennen und nehmen an Ausflügen rund um Bonn/Köln teil.

Für alle eine riesige Chance unser buntes Leben in Europa kennenzulernen.

Jugend in der EU

 

Team SchulpartnerschaftTeam Schulpartnerschaft

Frau Rademacher, Frau Porschen, Herr Bär, Frau Stausberg, Frau De Stefano

Frau Thomann, Frau Dr. Maas-Gierse, Frau Meesters, Frau Gartmann, Frau Hartkopf

Medizinische Fachangestellte erneut zum Praktikum in der Türkei

Merhaba1)! Drei spannende Wochen im Anadolu Hastanesi Hospital

Wir (sieben Auszubildende aus dem Bereich der Medizinischen Fachangestellten) durften ein dreiwöchiges Auslandspraktikum im Antalya`s Anadolu Hastanesi Hospital absolvieren. Dort erwarteten uns ein großes Krankenhaus, viele neue Eindrücke und eine fremde Sprache.

Das Krankenhaus verfügt über mehrere Fachbereiche und deckt ein großes Leistungsspektrum ab. Am ersten Tag bekamen wir von unserer Auslandskorrespondentin Aylin Yilmaz eine Führung durch das Krankenhaus, danach durften wir uns in 2er- bis 3er-Gruppen verschiedene Stationen zum Arbeiten aussuchen. Zur Auswahl standen die Notaufnahme, die Intensivstation/Frühchen Intensivstation, die Kardiologie, die Kinderstation und die Postoperativstation.

Bei folgenden Untersuchungen waren wir dabei: MRT‘s, CT‘s, Angiographien, Röntgen, Koloskopien/Endoskopien und ärztlichen Untersuchungen. Außerdem war es uns möglich Operationen bei zu wohnen, wie z.B. einem Kaiserschnitt, orthopädischen Operationen sowie Nasen- und Augenoperationen.

Zu unseren Aufgaben gehörte das Erfassen von Vitalwerten, das Anlegen von EKG‘s, die Patientenbetreuung und der Transport von Patienten zu ihren Untersuchungen oder in den OP-Bereich. Bei ausländischen Patienten (Deutsche oder englischsprechende) wurden wir als Übersetzer eingesetzt.

Anders als in Deutschland, begann unsere Arbeitszeit in der Türkei um 09.00 Uhr und endete gegen 17.00 Uhr. Zudem durften wir eine einstündige Mittagspause und zwei Cay- (Tee) Pausen machen. In der Mittagspause haben wir in der Krankenhauskantine gegessen, was für einige von uns eine ganz neue, positive Erfahrung war, da sie die türkische Küche nicht kannten.

Wir durften viele interessante Menschen kennenlernen und haben gute Einblicke in das türkische Gesundheitswesen erhalten. Informativ waren auch die Unterschiede zwischen der türkischen und der deutschen Ausbildung. Im Gegensatz zum deutschen System gibt es in der Türkei keine Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten, da es dort kaum Arztpraxen gibt. Die Ausbildung findet hauptsächlich im Krankenhaus statt, dauert 4 Jahre und wird in folgende Bereiche gegliedert:

· Krankenschwester/Pfleger

· ATT (Notfallhelfer), wahlweise mit Studium

· Anästhesiepfleger.

Während der Ausbildung durchlaufen die Auszubildenden alle Stationen im Krankenhaus, um einen Einblick in jede Abteilung zu erhalten.

Die Menschen im türkischen Krankenhaus arbeiten sehr viel. Sie arbeiten ca. 50 Stunden die Woche und haben nur 14 Tage Urlaub im Jahr.

Zusammenfassend war diese Erfahrung für uns sehr wertvoll, denn wir haben interessante Einblicke in ein internationales Arbeitssystem erlangt. Auch für unsere berufliche Zukunft war die Arbeit in der Türkei von Vorteil. Einige von uns können sich nach diesem Praktikum eine Arbeitstätigkeit im Ausland vorstellen.

Abschließend möchten wir uns herzlich bei dem Erasmus Mobilitätsprojekt, welches uns dieses Praktikum in Kooperation mit dem Ludwig-Erhard-Berufskolleg ermöglicht hat, bedanken.

A: Calakovic, N. Pommerich, St. Vahrenkampf Ariane Rüfereck

Auszubildende Bildungsgangleiterin

(1) „Merhaba“ bedeutet „Hallo“